Ambulante Notfallversorgung
Analyse und Handlungsempfehlungen
Projektziel
Analyse der Ist-Situation der ambulanten Notfallversorgung in Deutschland und Formulierung von Handlungsempfehlungen.
Methodik
Die Analyse der Ist-Situation erfolgte mithilfe von umfassenden Evidenz- und Literaturrecherchen sowie anhand von zahlreichen teilstandardisierten Gesprächen mit 26 Experten aus verschiedenen an der Notfallversorgung beteiligter Institutionen und Organisationen.
Ergebnis
Eine Neuausrichtung der ambulanten Notfallversorgung sollte sich auf eine stärkere Kooperation und Vernetzung der Akteure konzentrieren. Durch bundesweite Regelungen zu eindeutigen und zentralen Ansprechpartnern mit klaren Zuständigkeiten sollen die Patienten besser in die für sie angemessene Versorgungsstruktur geleitet werden. Zusätzlich müssen die Patienten dazu befähigt werden, sich besser in den bestehenden und zukünftigen Versorgungsstrukturen zurechtzufinden.
Acht Handlungsempfehlungen fassen die Ergebnisse des Gutachtens zusammen. Dabei sind die Empfehlungen nur in unmittelbarem Zusammenhang zueinander wirkungsvoll:
- Portalpraxen einrichten
- Verlässliche Öffnungszeiten und Zuständigkeiten definieren
- Standardisierte Einschätzung des Behandlungsbedarfs der Patienten etablieren
- Kooperationsvereinbarungen schließen und Vergütungsanreize schaffen
- Gemeinsame Leitstellen einrichten
- Angebote im niedergelassenen Bereich für Patientengruppen mit besonderem Behandlungsbedarf ausbauen
- Qualifikation des Personals sicherstellen
- Patientenkompetenzen stärken