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Implementierung teledermatologischer Konsile in die hausärztliche Versorgung

Eine kontrollierte Studie mit qualitativ-quantitativer Prozessevaluation (TeleDerm)

Innovationsfonds

Projektziel

Teledermatologie wird seit vielen Jahren zur Sicherung einer flächendeckenden dermatologischen Versorgung eingesetzt. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Teledermatologie mit der konventionellen dermatologischen Versorgung im Hinblick auf Genauigkeit der Diagnosestellung, klinischen Verlauf und patientenrelevante Endpunkte vergleichbar ist.

Ziel des Projekts ist es, die Versorgung von Patienten mit dermatologischen Beschwerden im Rahmen der hausärztlichen Versorgung durch telemedizinische Konsile zu verbessern.

Methodik

Eine randomisierte kontrollierte Studie mit qualitativ-quantitativer Prozessevaluation in 50 Praxen aus Baden-Württemberg, die an der hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen. In den Hausarztpraxen wird ein teledermatologisches Konsilsystem implementiert. Die übermittelten Informationen werden von Dermatologen gesichtet und bewertet. Die Diagnose wird zusammen mit Empfehlungen über das Telekonsilsystem an den Hausarzt wieder zurückgemeldet. Ärzte und Medizinische Fachangestellte werden in der Anwendung der für die Informationsübermittlung notwendigen Schritte geschult.

Nach der einjährigen Testphase wird geprüft, ob die Versorgung von Patienten mit Hauterkrankungen im neuen Versorgungsmodell schneller und effizienter – bei trotzdem gleicher Qualität – erfolgt ist als in der Regelversorgung.

Ausschlaggebend hierfür ist als primärer Zielparameter die Anzahl an Überweisungen zum Dermatologen (erhoben aus Routinedaten). Als sekundäre Zielparameter werden zahlreiche Informationen auf Ebene der Patienten (z.B. Lebensqualität, Zufriedenheit) und Ärzte (z.B. Akzeptanz, Machbarkeit im Praxisalltag) quantitativ und qualitativ erhoben sowie eine gesundheitsökonomische Analyse durchgeführt.

Das Projekt berücksichtigt sowohl auf IT-Ebene wie auch auf Evaluationsebene wesentliche Kriterien für eine spätere Umsetzung in die Regelversorgung.

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01NVF16012 gefördert.