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Gesundheitsreport 2017

der Techniker Krankenkasse

Der seit 2002 jährlich erscheinende Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) befasst sich mit der gesundheitlichen Situation von Erwerbspersonen, zu denen neben den Berufstätigen auch Arbeitslose zählen. Jahresdurchschnittlich sind aktuell mehr als 4 Mio. Erwerbspersonen bei der Techniker versichert, die Analysen im Report beruhen damit auf Daten zu rund 15% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland.

Die Zahl der erkrankungsbedingten Arbeitsunfähigkeiten (AU) ist nach den Ergebnissen des aktuellen Gesundheitsreports von 2015 auf 2016 altersbereinigt erstmals seit 2006 wieder leicht gesunken. Der Rückgang war vorrangig auf das Ausbleiben einer stärkeren Erkältungswelle im Jahr 2016 zurückzuführen. Für den Krankenstand verantwortlich sind allgemein insbesondere psychische Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparats sowie Verletzungen.

Das Schwerpunktkapitel des Gesundheitsreports 2017 befasst sich mit der „Gesundheit von Auszubildenden“. In der TK waren 2016 jahresdurchschnittlich rund 215.000 Auszubildende versichert. Auszubildende werden fast doppelt so häufig wie die Berufstätigen insgesamt krankgeschrieben. Da einzelne Krankschreibungen nur relativ kurz andauern, werden bei Auszubildenden allerdings durchschnittlich weniger erkrankungsbedingte Fehltage als in der Gesamtgruppe der Berufstätigen erfasst. Diagnoseübergreifend ermittelte Fehlzeiten von männlichen und weiblichen Auszubildenden unterscheiden sich dabei nur wenig.

Ähnlich wie bei den Berufstätigen insgesamt ist es auch bei Auszubildenden seit 2006 zu einem deutlichen Anstieg der gemeldeten Fehlzeiten mit Diagnosen von psychischen Störungen gekommen. Auch bei Auszubildenden belegt die Diagnose „Depressive Episode“ (F32) mit Rang 3 bereits einen der vordersten Plätze hinsichtlich der Fehltage. Auch Verordnungen von Arzneimitteln zur Behandlung des Nervensystems haben bei Auszubildenden, ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau, seit 2004 stark zugenommen. Gemeinsam mit der Beobachtung bei Fehlzeiten deuten diese Ergebnisse auf eine Zunahme psychischer Probleme bei Auszubildenden hin. Inwiefern auch eine veränderte Wahrnehmung, Dokumentation und Behandlung durch Ärzte bei dieser Entwicklung eine Rolle spielt, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht abgrenzen.