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BARMER Arztreport

Versichertenbezogene Auswertungen von Daten zur ambulant-ärztlichen Versorgung

Der regelmäßig zu Jahresbeginn erscheinende Arztreport der BARMER befasst sich vorrangig mit der ambulanten ärztlichen Versorgung in Deutschland. Im Jahr 2017 erschien er als Weiterführung entsprechender Analysen im „GEK-Report ambulant-ärztliche Versorgung“ und im „BARMER GEK Arztreport“ bereits zum elften Mal.

Der Arztreport gibt einen umfassenden Überblick zur ambulanten Versorgung sowie zu ambulant diagnostizierten Erkrankungen in Deutschland. Grundlage der Auswertungen bilden pseudonymisierte Daten zu bundesweit mehr als 8 Millionen Versicherten der BARMER GEK und damit zu mehr als 10 Prozent der deutschen Bevölkerung ab dem Jahr 2005. Neben den jährlich aktualisierten Auswertungen beinhaltet der Arztreport ein aktuelles Schwerpunktkapitel , wobei die Analysen i.d.R. thematisch relevante Daten auch aus weiteren Sektoren der gesundheitlichen Versorgung einbeziehen.

Eine Übersicht zu den publizierten Arztreporten finden Sie auf den Webseiten der BARMER.

BARMER Arztreport 2017

BARMER Arztreport 2017Das Schwerpunktkapitel des Arztreports 2017 befasst sich mit dem Thema Kopfschmerzen, wobei sowohl Daten zur ambulanten und stationären Versorgung als auch Arzneiverordnungen betrachtet wurden. Nach den im Februar 2017 veröffentlichten Ergebnissen wurde 2015 bei 7,6 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Kopfschmerzdiagnose dokumentiert. Während Kopfschmerzdiagnoseraten bei Kindern rückläufig waren, ließ sich bei jungen Erwachsenen von 2005 bis 2015 ein deutlicher Anstieg der Diagnoseraten um 42 Prozent verzeichnen. Damit erhielten 2015 in Deutschland rund 1,35 Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren mindestens eine Kopfschmerzdiagnose, rund 400.000 Menschen mehr als 10 Jahre zuvor. Am häufigsten wurden Kopfschmerzdiagnosen 2015 bei 19-Jährigen dokumentiert. Von den Männern waren in diesem Alter knapp 14 Prozent und von den Frauen knapp 20 Prozent betroffen. Unterschiedliche Kopfschmerzhäufigkeiten bei Männern und Frauen bilden sich erst nach Eintritt der Pubertät heraus. Umfassend werden im Report unter anderem auch Komorbiditäten und Arzneiverordnungen bei Kopfschmerzpatienten betrachtet. Routinemäßig werden im Report jeweils auch aktualisierte Auswertungen zur allgemeinen Inanspruchnahme der ambulanten ärztlichen Versorgung, zu Kosten sowie zur Häufigkeit von Erkrankungen präsentiert.

BARMER GEK Arztreport 2016

BARMER Arztreport 2016Schwerpunktkapitel des Arztreports 2016 ist das Thema „Alter und Schmerz“. Diagnosen mit direktem Schmerzbezug wurden 2014 bei 46 Prozent der Bevölkerung dokumentiert. Der von akuten Schmerzen betroffene Bevölkerungsanteil dürfte damit noch unterschätzt werden. Auswertungen fokussieren vorrangig chronische Schmerzen, denen eine eigenständige Bedeutung zugeschrieben werden kann. Entsprechende Diagnosen wurden 2014 in Deutschland bei rund 3,25 Millionen Menschen dokumentiert. Patienten mit Schmerzen sind häufig von einer Vielzahl an Erkrankungen betroffen, das Arzneiverordnungs­volumen übersteigt altersentsprechend erwartete Werte um mehr als 70 Prozent. Insbesondere bei älteren Patienten ist mit Arzneimittelwechselwirkungen zu rechnen. Eine interdisziplinäre und gut vernetzte Versorgung ist vor diesem Hintergrund besonders wünschenswert.

Routinemäßig werden im Report aktualisierter Auswertungen zur Inanspruchnahme der ambulanten Versorgung, zu Kosten sowie zu Erkrankungen präsentiert. Ein gesonderter Abschnitt des Reportes 2016 befasst sich ergänzend mit Aufmerksamkeitsdefizit-­/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) und Methylphenidat-Verordnungen, womit ein Update zu Schwerpunktauswertungen aus dem Arztreport 2013 bereitgestellt wird.

BARMER GEK Arztreport 2015

Titelseite des Barmer GEK Arztreport 2015

Schwerpunkt des BARMER GEK Arztreports 2015 ist das Thema „Gebärmutterhalskrebs“. Mit der Daten­analyse werden die aktuellen Diskussionen um die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und der Vermeidung von Gebärmutterhalskrebs über eine Impfung begleitet.

So ist es versorgungspolitisch interessant zu wissen, wie die bestehenden Möglichkeiten zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs von Frauen genutzt werden, wie die HPV-Impfung genutzt wird und inwieweit dadurch spätere Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs voraussichtlich vermieden werden können.

Nach einem einführenden Abschnitt zum Thema Gebärmutterhalskrebs werden Informationen zu folgenden Themen bzw. Stichpunkten geliefert:

 BARMER GEK Arztreport 2014

Titelseite des Barmer GEK Arztreport 2014

Schwerpunktkapitel des BARMER GEK Arztreports 2014 ist das Thema Hautkrebs. Die Zahl der Menschen mit Hautkrebsdiagnosen ist von 2005 bis 2012 (bereinigt um demografische Effekte) um mehr als die Hälfte gestiegen. In Deutschland wurden Hautkrebsdiagnosen 2012 bei knapp 1,6 Millionen Menschen dokumentiert. Gut 300 Tsd. Personen waren dabei von der Diagnose eines bösartigen Melanoms („Schwarzer Hautkrebs“) betroffen. Auffällig erscheinen insbesondere verhältnismäßig hohe Diagnoseraten bei Frauen in jüngeren und mittleren Altersgruppen.

Zum Anstieg der Häufigkeit von Hautkrebsdiagnosen hat offensichtlich auch das seit Juli 2008 als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführte Hautkrebs-Screening beigetragen, welches ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre durchgeführt werden kann. In den Jahren 2011 und 2012 nutzten nach den vorliegenden Ergebnissen gut 30 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten dieses Angebot.

Die Überlebensprognose bei bösartigem Melanom erscheint sowohl nach Auswertungen zum Arztreport als auch nach Ergebnissen auf der Basis von Krebsregisterdaten im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen sehr günstig. In welchem Umfang das Screening durch eine Entdeckung von Erkrankungsfällen in einem frühen Stadium zur günstigen Prognose beigetragen hat, lässt sich auf Basis der hier betrachteten Daten nicht klären.

Gesundheitsberichterstattung

Projektdaten

Auftraggeber: BARMER

Ansprechpartner:
Dr. Thomas G. Grobe, MPH
Telefon: (+49) 0551 - 789 52-139
Thomas.Grobe@aqua-institut.de

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