AQUA-Institut GmbH - Über AQUA - Meilensteine - Meilensteine

Meilensteine

Meilensteine

1988

Vorgeschichte

Vom Peer Review zum Qualitätszirkel (1988 – 1990)

  • Beginn eines strukturierten, interkollegialen Austauschs (Peer Review) von engagierten Hausärzten im Raum Göttingen.
  • Erste Göttinger Videoseminare: Systematische Beobachtung und Reflexion von Sprechstundengesprächen, ausgehend von universitä­ren Forschungsinteressen im Umfeld der Abteilung für Allgemein­medizin der Universitätsmedizin Göttingen.
  • Institutionalisierung der Videoseminare durch Gründung der „Gesellschaft zur Förderung Medizinischer Kommunikation e.V.“ und Einführung des Begriffs „Qualitätszirkel“ (QZ) als Synonym für einen kontinuierlichen und datengestützten ärztlichen Erfahrungsaustausch.

Gründung der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsförderung in der Ambulanten Versorgung (1992 – 1994)

  • Joachim Szecsenyi, Edith Andres und Kirsten Lampe (alle Abteilung Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Göttingen) sowie Ottmar Bahrs, Ferdinand Gerlach und Martina Weiß (Abteilung Allgemeinmedizin, Medizinische Hochschule Hannover) gründen „AQUA“ als gemeinsame Kooperationsbasis für ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit.
  • Erste QZ-Modellprojekte in Hannover, Kassel, Göttingen und Heiligenstadt (Thüringen), gefördert u.a. vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI).
  • AQUA übernimmt den deutschsprachigen Teil  des internationalen Gemeinschaftsprojekts „European Task Force on Patient Evaluation of General Practice Care“. Im Rahmen dieses von der Radbound University in Leiden (NL) koordinierten Projekts wird das Instrument EUROPEP zur Erfassung und Einbringung der Patientenperspektive im Rahmen des hausärztlichen Qualitätsmanagements entwickelt.

Ausbau und Etablierung der Qualitätszirkel (1993 – 1995)

  • Beginn der systematischen Ausbildung von Moderatoren für ärztliche Qualitätszirkel, u.a. gefördert von den Kassenärztlichen Vereinigungen Schleswig Holstein und Niedersachsen.
  • AQUA publiziert die Monografie Ärztliche Qualitätszirkel. Leitfaden für den Arzt in Praxis und Klinik. (Dt. Ärzte-Verlag)
  • Das Qualitätszirkelkonzept etabliert sich als Kernbestand der „Richtlinie der KBV für Verfahren zur Qualitätssicherung nach § 75 Abs.7 SGB V (Qualitätssicherungs-Richtlinien)".
  • Modellprojekt zu zahnärztlichen Qualitätszirkeln mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und der Akademie für Zahnärztliche Fortbildung in Karlsruhe.
  • Modellprojekte zum Ausbau und zur Modifizierung der schon Anfang der 1990er Jahre begonnenen, datengestützten Qualitätszirkeln zur Pharmakotherapie (QZP) im Auftrag des Verband der Angestellten Krankenkassen (VdAK) und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.

1995

Gründung des AQUA-Instituts

Am 29. August 1995 wird das „AQUA - Institut für Angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen“ (AQUA-Institut) als GmbH gegründet.

1998

Breitenimplementierung der Qualitätszirkel Pharmakotherapie (QZP)
  • 1998 startet die Breitenimplementierung der A-QZ Qualitätszirkel Pharmakotherapie.
  • 2000 werden erstmals weiterer Routinedaten in themenspezifische Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie (Heil- und Hilfsmittel, Arbeitsunfähigkeitstage) einbezogen. Die Verordnungsspiegel© weisen neben quantitativen Auswertungen erstmals auch qualitative Indikatoren aus.
  • 2004: Modellentwicklung und Einführung des Benchmark-Konzepts in den Verordnungsspiegel©.

Weitere Informationen zur A-QZ-Pharmakotherapie finden Sie hier

2004

Breitenimplementierung des Europäischen Praxisassessment (EPA) 
  • 2000 wurde der Grundstein gelegt  für die Entwicklung des Europäischen Praxisassessment (EPA), als ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Qualitätsmanagementsystem für Arztpraxen im Rahmen eines internationalen Projektes. Für den deutschen Part war und ist bis heute das AQUA-Institut verantwortlich.
  • 2004: Start der Breitenimplementierung von EPA
  • 2005/2006: Weiterentwicklung von EPA zur Anwendung für Zahnärzte, Kinder- und Jugendärzte, Psychotherapeuten sowie für Medizinische Versorgungszentren (MVZ).
  • 2009: Verleihung des European Health Award durch das European Health Forum für EPA

Aktuelle Informationen zu EPA finden Sie hier

2006

Start des Projekts Qualitätsindikatoren für die ambulante Versorgung (QiSA)

Mit dem Start des Projektes QISA (Qualitätsindikatorensystem für die ambulante Versorgung) im Auftrag des AOK-Bundesverbandes wurde die praxisorientierte sowie wissenschaftlich fundierte Entwicklung und Verbreitung der Qualitätsindikatoren weiter maßgeblich vorangetrieben.

  • 2002: Vorstellung des Prototyps der „Qualitätsindikatoren der AOK für Arztnetze“.
  • 2003 bis 2005: Pilotierung des Indikatorensystems in Arztnetzen
  • 2006: Start des QiSA-Projekts
  • 2007: Adaption der RAND/UCLA-Methode als geeignetes Konsensusverfahren zur Auswahl und Bewertung von Indikatoren
  • 2009 – 2011: Veröffentlichung von 11 themenbezogenen QiSA-Bänden
  • 2015: Ermittlung des Überarbeitungsbedarfs für die 130 Indikatoren

Weitere Informationen zu QiSA finden Sie hier

2009

Start der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung nach § 137a SGBV

2009 übernahm das AQUA-Institut die Aufgaben der gesetzlich verpflichtenden, externen Qualitätssicherung im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) als Institution nach § 137a SGB V.

Die Projekte des AQUA-Instituts zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung finden Sie hier

2012

Start internationaler Projekte

Weitere Informationen zu den internationalen Projekten finden Sie hier