Komplexe
Zielsetzungen,
erfolgreiche
Lösungen.

A-QZ Pharmakotherapie in Niedersachsen

Hausärztliche Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie in Niedersachsen

Im Bereich der Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen ist das Pharmakotherapieprojekt in Niedersachsen exemplarisch für die anspruchsvollen organisatorischen und logistischen Aufgaben, die dem Projektmanagement zufallen.

Grundlage dieses Qualitätszirkelprojektes war, wie bei den Qualitätszirkelprojekten insgesamt, die regionale Gruppierung der teilnehmenden Ärzte in Qualitätszirkeln sowie die Rekrutierung und ggf. Ausbildung eines Gruppenmitglieds als Moderator.

In insgesamt zwei Projektrunden wurden in Niedersachsen 122 Qualitätszirkel mit ca. 1100 freiwilligen Teilnehmern organisiert, welche auf verschiedene Arten anzusprechen (z. B. schriftlich, telefonisch, Informationsveranstaltungen) und für das Projekt zu gewinnen waren.

Die teilnehmenden Allgemeinmediziner, hausärztlich tätigen Internisten und praktischen Ärzte wurden zu jeweils 8 strukturierten und datenbasierten Qualitätszirkeltreffen eingeladen und termingerecht mit praxisindividuellen, themenspezifischen Verordnungsanalysen versorgt. Im Mittelpunkt der QZ-Sitzungen stand die Diskussion des eigenen Verordnungsverhaltens.

Etwa 1 – 1 ½ Jahre nach den themenspezifischen Sitzungen fanden die sogenannten Evaluationstreffen der Qualitätszirkel statt, wiederum auf Basis von Verordnungsanalysen, in denen individuelle Ergebnisse zurückgespiegelt wurden.

Projektcontrolling und -steuerung erfolgten durch:

  1. Befragungen zu Beginn und am Ende des Projektes,
  2. im Verlauf des Projektes durch Teilnehmer- und Moderatorenbefragungen, welche für die Moderatoren in Form von individuellen Monitoringberichten aufbereitet wurden,
  3. durch Moderatorentreffen („Supervisionen“) sowie
  4. durch die Bearbeitung von über 1.200 Fragen und Problemen, die über eine telefonische/schriftliche Hotline mitgeteilt werden konnten.

Datenbasis der Verordnungsanalysen waren die Arzneimittelverordnungen (Rezepte) von Versicherten der Ersatzkassen und die Fallzahlen der Praxen. Das Studiendesign entsprach dem einer Vorher-Nachher-Studie mit Kontrollgruppe.

Die teilnehmenden Ärzte erhielten Analysen ihres Verordnungsverhaltens beispielsweise in Bezug auf Antidiabetika, Lipidsenker, Antibiotika, Antihypertensiva, Antiasthmatika, Analgetika, Psychopharmaka oder Magen-Darm-Mittel.

Zudem wurde das Projekt genutzt, um evidenzbasierte, wissenschaftliche Erkenntnisse in Form von Fakten und Empfehlungen in die Breite zu implementieren. Als Beilagen zu den Unterlagen wurden dabei Therapieempfehlungen oder Leitlinien von medizinischen Fachgesellschaften wie AKDAE oder DEGAM herangezogen.

Externe Qualitätssicherung

Projektdaten

Auftraggeber
KV Niedersachsen, VdAK/AEV Landesverband Niedersachsen

Projektbeginn: 2002
Status: Abgeschlossen

Weitere Informationen
www.a-qz.de

 

AQUA-Aufgaben
Entwicklung Umsetzung Daten/Statistik