Qualitätsindikatoren für EPA in Zahnarztpraxen
Entwicklung der Qualitätsindikatoren für das Europäische Praxisassessment (System: EPA-Dent)
Für die Entwicklung von EPA-Zahnmedizin wurden zunächst die international entwickelten EPA-Indikatoren hinsichtlich deren Bedeutung für die zahnärztliche Praxis eingeschätzt. Des Weiteren wurden spezielle, zahnmedizinische Indikatoren festgelegt und ausgearbeitet. Hierbei waren die Erfahrungen aus dem innovativen Fortbildungskonzept "Praxisforum Zahnärztliche Qualitätsförderung" eine wertvolle Unterstützung. Die Ergebnisse der ersten Entwicklergruppe wurden durch eine zweite Gruppe im Delphi-Verfahren überprüft bzw. validiert. Zusätzlich zur schriftlichen Befragung traf sich auch diese Gruppe zu einer Schlussdiskussion über das Bewertungsergebnis. Die Abstimmungen der Expertenrunden erfolgten im Delphi-Verfahren auf Ebene der Indikatoren bzw. Items. Hierbei stellten sich folgende Ergebnisse heraus:
- Alle neuen Indikatoren konnten in die bestehenden Domänen des EPA-Hausarzt-Systems eingeordnet werden.
- Einige Dimensionen wurden für die für EPA-Zahnmedizin neu gebildeten Indikatoren neu entwickelt (Materialmanagement, Labormanagement in der Domäne Infrastruktur).
- 156 Indikatoren konnten aus EPA-Hausarzt auf den zahnmedizinischen Bereich übertragen werden bzw. wurden für den Einsatz im zahnmedizinischen Bereich modifiziert.
- 51 Indikatoren erwiesen sich als nicht übertragbar auf den zahnmedizinischen Bereich und wurden gelöscht.
- 18 Indikatoren wurden neu entwickelt (Themengebiete Röntgen, Labormanagement, Materialmanagement).
- Das System und die Instrumente der Datenerhebung wurden übernommen.
- Die Datenerhebung erfolgt wie in EPA-Hausarzt mit den Instrumenten:
- Patientenbefragung (75 Fragebögen)
- Selbstassessment
- Mitarbeiterbefragung
- Begehung der Praxis mit Checkliste
- Interview mit einem von der Praxis bestimmten hauptverantwortlichen Zahnarzt
- Feedback erfolgt wie in den anderen EPA-Systemen durch eine Teambesprechung am Visitationstag und durch einen schriftlichen Bericht, sowie einen Zugang zur Software und der Benchmarkdatenbank VISOTOOL®