Am 13. November 2009 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die ersten Aufträge im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung an das AQUA-Institut erteilt.
Im Anschluss an die Beauftragung erstellt das AQUA-Institut für jedes Verfahren einen Projektplan. Anschließend erfolgt die offizielle Bekanntgabe des Verfahrens auf diesen Seiten. Die Bekanntgabe enthält neben einer Beschreibung des Themas auch Termine, die für Experten, die sich an der Entwicklung beteiligen möchten, relevant sind (siehe „Sich beteiligen“).
Auftrag: Die Entwicklung von Indikatoren und Instrumenten für die sektorengleiche Qualitätssicherung der PTCA (Perkutane transluminale Koronarangioplastie)
Thema: Bei der PTCA handelt es sich um eine Erweiterung der Koronargefäße mit Hilfe eines Ballons. Bei diesem Verfahren wird ein Katheter, an dessen Spitze sich ein Ballon befindet, zur Engstelle (Stenose) des betreffenden Koronargefäßes geführt. Ziel dieser so genannten Revaskularisation ist die Wiederherstellung der Durchblutung des Herzmuskelgewebes. Die PTCA (Perkutane transluminale Koronarangioplastie) ist indiziert zur Behandlung der symptomatischen KHK und des akuten Verschlusses der Koronargefäße (Herzkranzgefäße), dem Herzinfarkt. In den letzten Jahren hat sich das Verfahren der PTCA dahingehend stetig weiterentwickelt, dass zunehmend Gefäßprothesen (Stents) zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund hat sich für diese Prozedur international der Oberbegriff PCI (Perkutane Koronare Intervention) etabliert.
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Auftrag: Die Entwicklung von Indikatoren und Instrumenten für die sektorengleiche Qualitätssicherung der Konisation der Cervix uteri
Thema: Bei der Konisation wird ein Gewebekegel aus dem Scheidenteil der Cervix uteri (Gebärmutterhals) unter teilweiser bis subtotaler Entfernung der Schleimhaut des Zervikalkanals ausgeschnitten. Die Konisation ist indiziert als präventive Maßnahme bei zervikalen Dysplasien bzw. frühinvasiven Karzinomen. Die Indikation zur Konisation wird als Ergebnis einer komplexen diagnostischen Kette gestellt. Diese kann sowohl auf verschiedene Versorgungssektoren (ambulant, stationär) als auch mehrere Fachdisziplinen (Gynäkologen, Pathologen) übergreifen. Der Eingriff wird in der Regel stationär durchgeführt.
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Auftrag: Die Entwicklung von Indikatoren und Instrumenten für die sektorengleiche Qualitätssicherung zu Kataraktoperationen
Thema: Der Katarakt, auch „grauer Star“ genannt, ist eine meist altersbedingte Trübung der Augenlinse, die mit zunehmendem Blendungsgefühl und allmählicher Abnahme der Sehschärfe einhergeht. Die Kataraktoperation, bei der die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ausgetauscht wird, stellt den häufigsten operativen Eingriff in Deutschland dar. Eine Umfrage im Jahr 2002 unter deutschsprachigen Augenärzten ergab, dass in insgesamt ca. 380 Einrichtungen rund 450.000 Kataraktoperationen durchgeführt wurden. Etwa 300.000 davon wurden ambulant vorgenommen (Ober et al. 2002). Umfrageergebnisse des Jahres 2004 zeigen einen Anstieg der Operationsanzahl auf ca. 480.000 (Ober et al. 2004). Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes gehört die „Extrakapsuläre Extraktion der Linse (ECCE)“ im Jahr 2008 mit über 130.000 Fällen zu den 50 häufigsten Eingriffen im Krankenhaus (Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2008). Das Thema betrifft somit sektorenübergreifend eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten.
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Herr Dr. med. Jörg Eckardt
Telefon: (+49) 0551 / 789 52-271
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