Zufriedenheit in Arztpraxen
Studie: Was den Hausarzt und seine Angestellten zufrieden macht
Göttingen, 22. Dezember 2011, Eine Studie der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg ging der Frage nach, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Zufriedenheit im Berufsleben von Hausärzten und deren nicht-medizinischen Angestellten haben. Das Ergebnis: Bei den Ärzten ist es die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten nutzen zu können. Den größten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit bei den nicht-medizinischen Angestellten hat die Anerkennung, die sie für ihre Arbeit bekommen.
Unter insgesamt zehn Fragen zu verschiedenen Aspekten ihres Arbeitsplatzes konnten die Befragten ihre Angaben auf einer siebenteiligen Skala von „sehr zufrieden" bis „unzufrieden" bewerten. Neben „der Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten nutzen zu können" und der „Anerkennung" standen unter anderem zur Auswahl: „Vielseitigkeit der Arbeit", „Einkommen" oder die „Zahl der Arbeitsstunden".
Grundlage der Studie waren die anonymisierten Daten des Qualitätsmanagementsystems EPA (Europäisches Praxisassessment), das vom Göttinger AQUA-Institut angeboten wird. Insgesamt wurden die Angaben von 676 Praxisinhabern und 2878 nicht-medizinischen Angestellten, im Wesentlichen Medizinische Fachangestellte (2332), Krankenschwestern (101) und weiteren Büroangestellten (445), ausgewertet. Die Angaben stammen aus dem Erfassungszeitraum von Mai 2004 bis September 2007.
Hintergrund AQUA-Institut und EPA:
Praxen, die EPA erfolgreich durchlaufen und dabei auch besonders sicherheitsrelevante Kriterien erfüllt haben, können ein Zertifikat der Stiftung Praxissiegel e.V. erhalten.
